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Komponist und Werk
AUGUST HEINRICH MARSCHNER








wurde 1795 in Zittau geboren und starb 1861 in Hannover.
Der Sohn einer aus Böhmen eingewanderten Handwerkersfamilie bestach früh durch sein musikalisches Talent und wurde bald als Pianist, Komponist und Lehrer bekannt.

Die Opern "Der Vampir" (uraufgeführt 1828) und "Der Templer und die Jüdin" (uraufgeführt 1829) am Sächsischen Nationaltheater Leipzig machten Marschner mit einem Schlage berühmt und die romantische Oper "Hans Heiling" (1833) festigte endgültig seinen Ruf als einer der führenden deutschen Opernkomponisten.

Marschners liberale Gesinnung und seine Opposition gegen den italienischen Geschmack, dem er die Pflege Mozarts, Glucks und Webers entgegenstellte, erschwerten seine Stellung so, daß er erst 1852 auf Lebenszeit angestellt wurde.

Trotz eines Ehrendoktorates der Universität Leipzig (1834) und mehrerer Angebote und Erfolge in Kopenhagen, hat Marschner nie ernsthaft versucht, Hannover zu verlassen. Als es ihm 1835 nicht mehr gelang, die Erfolge seiner Hauptwerke fortzusetzen, verbreitete sich der Eindruck des künstlerischen Niedergangs. Meyerbeer und Wagner stellten ihn in den Schatten.

Der Erfolg seiner letzten Oper "Hiarne" in Paris 1860, endete trotz der Anerkennung Rossinis ergebnislos im Schatten des "Tannhäuser-Skandals". Als Marschner starb, war er nahezu vergessen.

Die hohe Wertschätzung, die Mendelssohn, Schumann und später Bülow, Hanslick, Philipp Spitta und Pfitzner Marschner entgegenbrachten, beruht gänzlich auf seinen Opern.










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