Die Vielzahl der Vampirdramen läßt sich auf eine einzige Quelle zurückführen:
In einem Genfer Zirkel, zu dem Lord Byron, Percy Bysshe und Mary Wollstonecraft Shelley sowie John William Polidori gehörten, diskutierte man 1816 über das "Übernatürliche" und unterhielt sich mit dem Erzählen von Gespenstergeschichten.
Byrons Beitrag war die Fragment gebliebene Novelle "Augusta Darvel", die Polidori in seiner Erzählung "The Vampire" (1819) verarbeitete. Diese wurde in rascher Folge mehrfach übersetzt und entzündete das Interesse an diesem Stoff, der nun in verschiedenen Fassungen seine Verbreitung fand.
In "Le Vampire" vereinheitlichen die Autoren Carmouche, Nodier und die Marquis de Jouffroy d'Abbans den bei Byron/Shelley wechselnden Schauplatz; sie ließen die Geschehnisse innerhalb von 24 Stunden ablaufen und verwandelten den tragischen Ausgang in einen glücklichen.
Wohlbrücks Libretto, wahrscheinlich auch von Heinrich Zschokkes Erzählung "Der tote Gast" (1821) beeinflußt, folgt der Übersetzung des romantischen Schauspiels "Der Vampir oder Die Totenbraut" (1821) von Heinrich Ludwig Ritter.
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