
Hermes: apollinischer Künstler beim dionysischen Gelage?
"Wir haben die griechische Tragödie als den dionysischen Chor zu verstehen, der sich immer von neuem wieder in einer apollinischen Bilderwelt entladet...
in mehreren aufeinanderfolgenden Entladungen strahlt dieser Urgrund der Tragödie jene Vision des Dramas aus, die durchaus apollinische Traumerscheinung ist.... Somit ist das Drama die apollinische Versinnlichung dionysischer Erkenntnisse und Wirkungen."
[Nietzsche, Geburt der Tragödie]
Fest, Spiel, Tanz und Macht
"Auf Dionysos aber bezogen bilden Lachen, Tanzen und Spielen die bejahenden Mächte der Reflexion und der Entwicklung. Das Tanzen bejaht das Werden und das Sein des Werdens; das Lachen, die Lachausbrüche bejahen das Viele und das Eine des Vielen; das Spielen endlich bejaht den Zufall und die Notwendigkeit des Zufalls.
[Gilles Deleuze]
Zeit und Gleichzeitigkeit
"Es soll auf der Uhr/die du mir gegeben/für alle Zeiten die Zeit/die Zeit nicht vergehen." (Anna Achmatowa, Poem ohne Held)
Stein und Scheibe
Der "tückische Stein" des Sisyphos war ursprünglich eine Sonnenscheibe; der Hügel ist das Gewölbe des Himmels, ein bekanntes Bild: Der Stein - Die Scheibe - Die Sonne - Die Uhr - Der Spieltisch - Die Arena - Der Boxring.

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Sisyphos - Intro - Konzept - Logothetis - Karlbauer - Darsteller - Aufführungen