Logothetis Sisyphos / Multimedia Oper / Logothetis


Sisyphos

Anestis Logothetis

Lebenslauf


"Soll Musik und Klanglichkeit in der Aufzeichnung und im Zeichen einen Aggregatzustand gefunden haben, dann kann dieser nur in der Verbindlichkeit seiner klanglichen Entzifferung als ein sichtbarer Zustand von Klang Geltung haben."
[Anestis Logothetis]
Geboren 1921 in Pyrgos/Bulgarien, als Sohn griechischer Eltern, die 1934 nach Thessaloniki übersiedelten, wo er 1941 maturierte. 1942 kam er nach Wien, studierte zunächst an der Technischen Hochschule, wandte sich aber bald gänzlich der Musik zu (Klavier, Dirigieren, Komposition bei Uhl und Ratz). 1951 schloß er seine Studien an der Musikhochschule mit Auszeichnung ab, 1952 wurde er österreichischer Staatsbürger. Um 1958 entwickelte er ein neues System grafischer Musiknotation, das in wenigen Jahren weltbekannt wurde. 1959 realisierte er im Elektronischen Studio der Wiener Musikhochschule die erste autonome Tonbandkomposition in Österreich ("Fantasmata"). Ab 1962 Aufführungen des grafisch notierten Werkes: in Athen (1. Preis im Wettbewerb Neuer Musik ex aequo mit Xenakis) in Deutschland unter der Regie und Mitwirkung von Siegfried Behrend, 1965 bei der Bienale in Zagreb. 1974 Koproduktion SR und NDR erste grafisch notierte Kunstkopf-Musikhörspiel "Kerbtierparty" unter der Regie von Heinz Hostnig und ihm selbst1984 Fertigstellung des multimedialen Bühnenwerks "Aus welchem Material ist der Stein des Sisyphos". Dieses Werk kann als Zusammenführung und Summe seiner vielfältigen künstlerischen Schaffenswege gesehen werden. Anestis Logothetis starb 1994 in Wien.



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