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DIE PRESSE, 21.01.2002 Null-eins-Leidenschaft Ada Lovelace, Mathematikerin und Tochter Lord Byrons, war Ausgangspunkt einer Performance im Wiener Theater im Künstlerhaus. "This is for you, Miss Ada . . ." haucht Rosivita (Roswitha Schreiner) lasziv, mit schattiger Stimme ins Mikrophon. Ihre Lippen sind dunkelrot, der Rock ist kurz, die Haare wallen. So beginnt die Performance "Zeros and Ones" im Wiener Theater im Künstlerhaus - eine Stunde in schummriger Baratmosphäre bei rötlichem Kerzenschein folgt, mit einer Schauspielerin und Sängerin, zwei Musikern (Klaus Karlbauer und Bernhard Loibner) sowie Videoprojektionen. Zu Beginn der Multimedia-Performance steht das Schicksal von Ada Lovelace, der viktorianischen Visionärin der Computertechnologie und Tochter Lord Byrons. Von diesem historischen Ansatzpunkt aus entwickelte Klaus Karlbauer eine irritierende Show über weibliche Zerrissenheit zwischen der Rolle als Mutter und Hausfrau und der Verwirklichung in der Wissenschaft - das Ergebnis: "poetical science". Immer stärker wird Rosivita von der Kraft und der Struktur von Maschinen beherrscht, bis zum atemlosen Finale. Ihre Geschichte wird von dekonstruierten Songs von P. J. Harvey, Tom Waits bis Marilyn Manson vorangetrieben. Ein ungewöhnlicher Abend voll leidenschaftlicher Brüche. sp zurueck |