Empfehlung für einen unaufdringlichen
und wilden Abend

Dass "neue Medien" theatertauglich sind, mehr noch: dass Theater von ihnen ausgehen kann, dafür steht seit 1995 Klaus Karlbauer und das moop-Medientheater ein.

Die Schauspielerin Roswitha Schreiner singt wie PJ Harvey (!), sitzt am Hocker vor der auf Videowand projizierten Küchenzeile - eine helle Schnittmenge an Theater!

© DER STANDARD, 22.01. 2002


Ein ungewöhnlicher Abend voll
leidenschaftlicher Brüche

... eine irritierende Show über weibliche Zerrissenheit zwischen der Rolle als Mutter und Hausfrau und der Verwirklichung in der Wissenschaft - das Ergebnis: "poetical science".

© Die Presse, 21.01.2002


Ein typisches Frauenschicksal?
Den szenischen Zusammenhalt bilden Ohrwürmer aus der Hollywood-Traumfabrik, die "Rosivita" sexy hauchend und dem Klischeebild entsprechend darbietet, während ein Film von Ulrich Kaufmann (mit bravouröser Schnitttechnik) die Realität zeigt: Stress mit Kind und Haushalt, ungeschminkte Erschöpftheit.

© Kleine Zeitung, 24.01.2002


Zwischenräume und Tagträume
Im Laufe der Aufführung verschwimmen Grenzen kontinuierlich, das Videomaterial zeigt immer öfter stakkato-artig kurze Sequenzen aus Rosivitas Leben, lässt sie Tätigkeiten fast roboterhaft wiederholen, zeigt ratternde Webstühle und unscharfe Träume, lässt Virtuelles und Realität immer enger miteinander verschmelzen.

... gegen Ende des Stücks verschwindet sie, einen Androiden mimend, hinter dieser Leinwand, nur noch schattenhaft wahrnehmbar; das letzte vorgetragene Lied ist eine Bearbeitung von Marylin Mansons Coverversion von »Sweet Dreams«.

© skug – online, 21.01.2002


Die Frau als bipolares Wesen
Eine Video-Musik Performance im dietheater Künstlerhaus versucht in Anlehnung an das Leben der viktorianischen Mathematikerin Ada Lovelace, eine Frau als transgredientes Wesen jenseits der Dichotomie private und öffentliche Funktion darzustellen. Eine anspruchsvolle und gewagte Idee, deren performatives Ergebnis leider kaum über den Formalismus einer modernen Revue hinausgeht.

© Die Universität, 21.01.2002